Wie man am Titel unschwer erkennen kann, war ich mit meinem Kollegen Mounir während der letzten zwei Wochen wieder in Changwon, Südkorea. Der Zweck unseres Aufenthalts dort war natürlich nicht die Freizeitgestaltung oder gar die Erholung, aber dennoch möchte ich hier nicht auf unsere Arbeit eingehen.
Wenn ich über unsere Kollegen in diesem fernen Land nachdenke, fällt mir zunächst nur ein Wort ein: Gastfreundschaft! Vor dem Hintergrund, dass Gäste aus dem Ausland bei uns zwar mit dem Notwendigsten versorgt werden, aber die wirkliche Hingabe bei der Pflege der Beziehungen zu ihnen fehlt, ist es schon fast beschämend, wie man sich in Korea immer liebevoll um uns kümmert: Volle Betreuung vom Zeitpunkt der Ankunft am Flughafen bis zum Abflug zwei Wochen später.
Nach den ersten fünf Tagen Workshop in unserem Werk, sind wir diesmal zu einem Ausflug auf Inseln im Namhae County eingeladen worden, die man von Changwon noch innerhalb von zwei Stunden mit dem Auto erreichen kann. Wir haben uns zunächst mit gegrilltem Aal gestärkt. Auch wenn die Zubereitung dem bekannten Bulgogi (gegrilltes Rindfleisch) entsprach, war es doch ein wohlschmeckendes Erlebnis.
Nach der Mittagspause sind wir die östliche Küste der Insel entlang nach Süden gefahren. Während der Fahrt gab es neben der wunderschönen Aussicht zwei Höhepunkte: Den Besuch des so genannten German Village (Google Maps) und unweit davon eine alte Schule, in der und um die herum heute Kunst ausgestellt wird (Heißt wohl Sun Rise Art Town).
Nach einem Rundgang haben wir uns zum Songjung Beach im Süden aufgemacht, um dort die Füße in das Wasser und den schönen Sandstrand zu stecken. Leider hatten wir die Badehosen vergessen. Schade, denn beim Anblick dieses Strandes sind wirklich Urlaubsgefühle aufgekommen.
Müde und erschöpft sind wir nachmittags bei lebhaftem Verkehr wieder in die Industriestadt Changwon zurückgekehrt.
Das freie Wochenende in Korea war wirklich toll. Erwähnen möchte ich hier aber noch, dass ich diesmal während der Woche abends auch das Schwimmbad von Changwon besuchen durfte (Merke: Badekappe ist Pflicht und eine Chlorbrille empfehlenswert!). Ich fand es interessant, dass sich das Benutzungsrecht der einzelnen Bahnen des großen Beckens nach der Fähigkeit der Schwimmer richtete.